Unsere Neuigkeiten

Unterschlupf für Frühstarter

Vom // Jetzt Lebensraum für Insekten schaffen

Die milden Temperaturen im Februar haben die ersten Bienen und Schmetterlinge ins Freie gelockt – und noch sind sie im Landkreis Lüneburg gut versorgt. „Die vielen Krokusse, Winterlinge und Haselnusskätzchen sind eine gute Nahrungsquelle für Insekten“, erklärt Ludwig Schwab vom Kreisimkerverein Lüneburg. „Wichtig ist aber, schon jetzt dem Nahrungsengpass im Sommer entgegenzusteuern und genügend Lebensraum für die Tiere zu schaffen.“ Ein geeigneter Unterschlupf kann je nach Insektenart unterschiedlich aussehen: Pelzbienen
beispielsweise legen ihre Eier vorzugsweise in Totholz. Wer also in seinem Garten Äste und Zweige locker aufeinanderlegt, bietet den Tieren Nistmöglichkeiten und Rückzugsort. Eine Alternative ist der
sogenannte Lesesteinhaufen. Hier werden Feldsteine möglichst an einer sonnigen Stelle zusammengetragen, um so Insekten wie Bienen und Grabwespen ein gutes Versteck zu sichern. „Für größere Pflanz- und Säh-Aktionen ist es noch zu früh“, sagt Imker Ludwig Schwab. „Dennoch kannsich jeder schon mal Gedanken darüber machen, ob in diesem Jahr vielleicht mehr insektenfreundliche Blumen einen Platz im Garten oder auf dem Balkon bekommen.“ Denn viele hochgezüchtete Blumen wie gefüllte Rosen bieten den Bienen keine Pollen. „Stattdessen sind Küchenkräuter wie Thymian, Bohnenkraut oder Oregano ideal für Insekten. Genauso Fetthenne, Aster oder Schneebeere.“
Im Rahmen der Initiative „Die Region Lüneburg summt“ begegnet der Landkreis Lüneburg mit verschiedenen Aktionen dem weltweiten Insektensterben. Zusätzlich hat sich das kreiseigene BENe-Projekt zum Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt und den Bestand von Blühpflanzen in der Region zufördern. So findet beispielsweise am 13. April 2019 die erste Pflanzenbörse in Amt Neuhaus auf dem Gelände am Haus des Gastes statt. Dort können alle Besucher heimische Blühpflanzen, Obstbäume und Kräuter kaufen und tauschen.

Besetzbare Kräuterspirale der Gartenphilosophin

Vom //

Die besetzbare Kräuterspirale der Gartenphilosophin

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Bodennistende Wildbienen: Wer kennt Koloniestandorte? Bitte melden!

Vom // Bienenwiesen

Sind Ihnen aktuelle Koloniestandorte bodennistender Wildbienen bekannt? Dies können ebene oder senkrechte offene Bodenstellen an meist süd- oder südostexponierten Wegrändern, Waldrändern, Böschungen etc. sein, aber auch Standorte im Siedlungsbereich.
Wenn dort aktuell „Flugbetrieb“ ist, würde der ehrenamtlich tätige Jann Wübbenhorst versuchen, kurzfristig dort vorbeizukommen, um die vorhandenen Arten zu bestimmen und den Standort in ein „Wildbienen-Nistplatz-Kataster“ aufnehmen.
Ziel ist es, bessere Kenntnis über die Verbreitung der Arten im Landkreis Lüneburg zu gewinnen und möglichst viele solcher Standorte langfristig zu bewahren (indem sie z.B. auch bei Planungen berücksichtigt werden).
 
Mitteilungen mit genauer Ortsangabe bitte senden an   Wildbienen-Nistplatz-Kataster  

Landkreis Lüneburg verschenkt Saatgutbeutel

Vom //

Die Zahl der Insekten ist in Deutschland in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Etwa die Hälfte der Wildbienenarten ist gefährdet.

Die meisten Pflanzen können sich ohne Insekten nicht vermehren, denn sie sorgen beim Bestäuben für den Erhalt der natürlichen Vielfalt und die Erträge vieler Kulturpflanzen: ohne Biene auch kein Obst…

Unterstützen Sie Honig- und Wildbienen in der Region Lüneburg durch das Anpflanzen heimischer Blumen und Sträucher. Die kostenlosen Saatgutbeutel erhalten Sie - so lange der Vorrat reicht - in er Infothek des Landkreises Lüneburg, Am Graalwall 4, 21335 Lüneburg.

 Der Landkreis Lüneburg verschenkt Blumensamen. Foto: LKLG

Neue Wildbienen-Broschüre

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Die Kreisgruppe Rotenburg des BUND hat eine Neuauflage der Wildbienen-Broschüre veröffentlicht. Sie enthält wertvolle Tipps zum Bau von Nisthilfen und informiert darüber, wie Lebensräume für diese bedrohte Tierart geschaffen werden können. Im Netz ist die Broschüre hier zu finden:  Website Rotenburg BUND  

 

Gemeinsam gegen das Bienensterben

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Die Initiative "Die Region Lüneburg summt" stellte sich am 7. Februar 2018 mit einem Workshop Bienenfreundinnen und Bienenfreunden aus dem Landkreis vor.
Die rund 50 Teilnehmer konnten sich dabei kennenlernen und gemeinsam neue Ideen und Projekte zur Bienenförderung und zum Erhalt des Artenreichtums entwickeln. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Imker, denn: „Jeder kann etwas tun, um den Insekten zu helfen“, betont Landrat Manfred Nahrstedt. „Die größte Hilfe ist simpel: Blumen säen. Im Garten, auf Brachen, auf dem Balkon.“

Geleitet und moderiert wurde die Veranstaltung im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem von Cornelis Hemmer und Dr. Corinna Hölzer von der Stiftung für Mensch und Umwelt in Berlin. Sie starteten bereits 2010 mit der Initiative „Deutschland summt! – Wir tun was für Bienen“. „Wir freuen uns, dass wir mit der Region Lüneburg einen zweiten Landkreis dazugewonnen haben“, sagt Hölzer.

Die Initiative „Die Region Lüneburg summt!“ vereint zahlreiche Aktivitäten und Engagements in Hansestadt und Landkreis Lüneburg, um dem drastischen Rückgang an Insekten entgegenzuwirken. Diese sind mit ihrer Bestäubungsleistung nicht nur für die natürliche Vielfalt und viele Kulturpflanzen von Bedeutung, sondern bilden auch eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere.

In Kleingruppen diskutierten und präsentierten die Workshop-Teilnehmer Wünsche, die über mehr Blumenwiesen hinausgehen: an Bürger und Vereine, Politik und Verwaltung, Landwirtschaft und Forsten sowie sonstige Akteure. Bereits Kindergärten und Schulen sollten für das Thema sensibilisieren oder es gar in einem Fach „Umweltschutz“ zu unterrichten, so ein Vorschlag der Teilnehmer. Außerdem auf der Wunschliste: mehr Ackerrandstreifen, natürliche Gartengestaltung, Fördergelder für Öko-Betriebe und Akzeptanz von Unkraut, weniger Monokulturen und Verzicht auf schwere Forstmaschinen ebenso wie insgesamt mehr in Forschung zum Thema. Schnell war man sich aber einig: Es soll nicht beim Wunschdenken bleiben. Deshalb soll es schon in wenigen Wochen einen zweiten Workshop mit Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themen geben.

Kontakt

Ansprechpartner vor Ort:
E-Mail:

Landkreis Lüneburg
Büro Landrat
Auf dem Michaeliskloster 4
21335 Lüneburg

Telefon: +49 4131 / 26-0