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Gemeinsam gegen das Bienensterben

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Die Initiative "Die Region Lüneburg summt" stellte sich am 7. Februar 2018 mit einem Workshop Bienenfreundinnen und Bienenfreunden aus dem Landkreis vor.
Die rund 50 Teilnehmer konnten sich dabei kennenlernen und gemeinsam neue Ideen und Projekte zur Bienenförderung und zum Erhalt des Artenreichtums entwickeln. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Imker, denn: „Jeder kann etwas tun, um den Insekten zu helfen“, betont Landrat Manfred Nahrstedt. „Die größte Hilfe ist simpel: Blumen säen. Im Garten, auf Brachen, auf dem Balkon.“

Geleitet und moderiert wurde die Veranstaltung im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem von Cornelis Hemmer und Dr. Corinna Hölzer von der Stiftung für Mensch und Umwelt in Berlin. Sie starteten bereits 2010 mit der Initiative „Deutschland summt! – Wir tun was für Bienen“. „Wir freuen uns, dass wir mit der Region Lüneburg einen zweiten Landkreis dazugewonnen haben“, sagt Hölzer.

Die Initiative „Die Region Lüneburg summt!“ vereint zahlreiche Aktivitäten und Engagements in Hansestadt und Landkreis Lüneburg, um dem drastischen Rückgang an Insekten entgegenzuwirken. Diese sind mit ihrer Bestäubungsleistung nicht nur für die natürliche Vielfalt und viele Kulturpflanzen von Bedeutung, sondern bilden auch eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere.

In Kleingruppen diskutierten und präsentierten die Workshop-Teilnehmer Wünsche, die über mehr Blumenwiesen hinausgehen: an Bürger und Vereine, Politik und Verwaltung, Landwirtschaft und Forsten sowie sonstige Akteure. Bereits Kindergärten und Schulen sollten für das Thema sensibilisieren oder es gar in einem Fach „Umweltschutz“ zu unterrichten, so ein Vorschlag der Teilnehmer. Außerdem auf der Wunschliste: mehr Ackerrandstreifen, natürliche Gartengestaltung, Fördergelder für Öko-Betriebe und Akzeptanz von Unkraut, weniger Monokulturen und Verzicht auf schwere Forstmaschinen ebenso wie insgesamt mehr in Forschung zum Thema. Schnell war man sich aber einig: Es soll nicht beim Wunschdenken bleiben. Deshalb soll es schon in wenigen Wochen einen zweiten Workshop mit Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themen geben.

Pflanzwettbewerb zu Gunsten von Bienen und anderen Insekten

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Unter dem Motto „Wir tun ´was für Bienen“ können sich ab sofort auch Menschen aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg an einem blumigen Wettbewerb der Initiative "Deutschland summt" beteiligen. Die Idee: Beete, Balkone und Gärten so zu gestalten, dass sie für Bienen und andere Insekten einen naturnahen Lebensraum und reichlich Nahrung bieten.

„Nicht jede Blume hilft den Bienen“, erklärt Biologe Dr. Olaf Anderßon, Leiter des Landkreis-Projektes Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus (BENe) – unter besonderer Berücksichtigung des Blühaspektes. „Es sollten Sorten mit ungefüllten Blüten gepflanzt werden, da den gefüllten Sorten wie bestimmten Rosen die pollenbildenden Staubblätter fehlen."

Sehr gute Bienenweiden seien vielmehr Kräuterpflanzen wie Lavendel oder Minze. „Niemand muss seinen Garten zu einem Naturschutzgebiet umgestalten“, ergänzt Anderßon, „jeder Blumentopf hilft.“

Bei dem Wettbewerb mitmachen können bis Ende Juli 2018 sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen. Dabei gibt es unterschiedliche Kategorien wie Balkone, Gärten oder Parks. Die Teilnehmer sollen Flächen neu gestalten und den laufenden Prozess regelmäßig dokumentieren, zur Belohnung locken Geld- und Sachpreise.

Interessierte können die genauen Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular auf der Internetseite www.wir-tun-was-fuer-bienen.de finden. Informationen gibt es außerdem unter der Telefonnummer 030-394064304.

Hintergrund: Die gemeinnützige Stiftung für Mensch und Umwelt hat die bundesweite Initiative „Deutschland summt“ ins Leben gerufen. Der Landkreis Lüneburg hat sich dieser Initiative mit der Aktion „Die Region Lüneburg summt!" angeschlossen. Ziel des Wettbewerbes ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz der Insekten zu begeistern und dem weltweiten Bienensterben damit aktiv zu begegnen. 

Kontakt

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Landkreis Lüneburg
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